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Viagra oder Cialis – Potenzmittel im Vergleich

Der Potenzmittel-Markt ist überfüllt – von fragwürdigen Produkten bis hin zu medizinisch bewährten und getesteten Medikamenten.

Wir wollen an dieser Stelle einen Blick auf Viagra und Cialis, die verbreitetsten Ableger der letzten Kategorie, werfen und die beiden Potenzmittel miteinander vergleichen, um Ihnen bei der Wahl des richtigen Präparates zu helfen. 

InfoViagraCialisLevitraSpedra
WirkstoffSildenafilTadalafilVardenafilAvanafil
Wirkungsbeginn nach Einnahmenach ca. 30 Minutennach ca. 30 Minutennach ca. 30 Minutennach ca. 15 – 30 Minuten
Mittelwert der Zeit bis zum Effekt1 Stunde2 Stunden1 Stunde30 Minuten
Wirkt bis zu4 – 5 Stunden36 Stunden4 – 5 Stunden6 Stunden

Viagra und Cialis – Die Gemeinsamkeiten

Grundsätzlich fungieren sowohl Viagra als auch Cialis als PDE-5-Hemmer – ihre Wirkweise ist daher überwiegend identisch und besteht im wesentlichen in der Erweiterung der Blutgefäße. 

  • Beiden Mitteln ist damit auch gemein, dass Ihre potenzsteigernde Wirkung nur bei entsprechender Stimulation eintritt. Das klischeehafte Bild der ewig anhaltenden Dauererektion brauchen Sie in diesem Fall in der Regel also nicht zu fürchten. 
  • Diese ähnliche Wirkweise zeichnet sich auch im Vergleich der jeweiligen Erfolgsquote ab. Diese liegt für die Nutzung von Viagra bei 82, im Falle von Cialis bei 80 Prozent, und unterscheidet sich somit nur unwesentlich. (Quelle Fachinformationen)
  • Auch die durchschnittliche Dauer bis zum Wirkungseintritt ist bei beiden Präparaten mit jeweils einer Stunde nahezu identisch. 

So weit, so gut. Doch um die Frage zu klären, ob nun Viagra oder Cialis besser für Sie geeignet ist, sind primär die Unterschiede entscheidend – zu denen kommen wir jetzt. 

Darin unterscheiden sich Viagra und Cialis

So sieht eine original Verpackung Cialis® von Lilly aus.

Der wichtigste Unterschied zwischen Viagra und Cialis ist die Wirkungsdauer.

Viagra wirkt im Normalfall etwa um die 5 Stunden und ist somit primär für die Einnahme per Bedarfsfall vorgesehen.

Cialis hingegen wirkt in der Dosierung als Bedarfspräparat bis zu 36 Stunden – die Betitelung als Wochenend-Potenzmittel kommt also nicht von ungefähr.

  • Aufgrund seiner langen Wirkungsdauer eignet sich Cialis eindeutig am besten für eine Langzeittherapie. Hier wird die Dosis auf 5-10 mg reduziert und das Präparat regelmäßig eingenommen, um langfristig eine Verbesserung der eigenen Erektion zu erreichen. 
  • Die Nutzung als Bedarfspräparat weist mit 36 Stunden eine wesentlich längere Wirkungsdauer auf, als Viagra. Das kann natürlich durchaus Ihren Präferenzen entsprechen, hat aber auch zur Folge, dass Sie länger mit auftretenden Nebenwirkungen auskommen müssen – über diese sprechen wir in Kürze noch im Detail. 
  • Im Bezug auf die Rigidität wird meist Viagra das Auslösen stärkerer Erektionen attestiert. Allerdings ist dieser Unterschied für die überwiegende Anzahl der Nutzer weniger relevant, da die mit Cialis erreichte Erektionsstärke mehr als ausreicht, um zufriedenstellenden Geschlechtsverkehr führen zu können. 

Wie Ihnen bestimmt schon aufgefallen ist, haben wir bisher zwei wichtige Punkte noch gar nicht bzw. nur sporadisch angesprochen: Preis und Nebenwirkungen.

Doch keine Sorge, diesen haben wir jeweils einen separaten Absatz gewidmet – zu denen kommen wir jetzt.

Viagra und Cialis – Unterschiede in den Nebenwirkungen

Bei Fälschungen der original Verpackung Viagra® von Pfizer fehlt oft ein Hologramm.

Die Liste der möglichen Nebenwirkungen, die im Zuge der Anwendung auftreten können, sieht im Vergleich von Viagra und Cialis zunächst einmal sehr ähnlich aus.

Hier liegen die Unterschiede nur in einigen seltenen Symptomen, die exklusiv für das jeweilige Präparat sind.

  • Die in diesem Vergleich nur für Viagra bekannten Nebenwirkungen sind Sehstörungen, Brechreiz, Schwindelgefühl und Ausschlag. Diese haben allesamt eine Auftrittshäufigkeit von unter 5% und sind somit seltener Natur.
  • Ebenso selten ist die einzige Nebenwirkung auf Seiten von Cialis, die nicht im Zuge der Anwendung von Viagra auftreten kann. Dabei handelt es sich um Gelenkschmerzen, die in etwa 3% der Fälle vorkommen können. 
  • Der restliche Katalog der Nebenwirkungen für die beiden Präparate deckt sich. Dazu zählen u.a. eine verstopfte Nase, sowie Rücken- und Muskelschmerzen. 

Der entscheidende Unterschied im Bezug auf die Nebenwirkungen liegt jedoch in deren Auftrittshäufigkeit.

Hier lässt sich definitiv sagen, dass Cialis zu wesentlich weniger auftretenden Nebenwirkungen führt.

Allein ein Blick auf die häufigsten Nebenwirkungen genügt, um das zu untermauern.

  • Anwender von Viagra erleben Kopfschmerzen, die häufigste Nebenwirkung auf Seiten beider Potenzmittel, in 21% der Fälle. Für Cialis fällt dieser Wert mit 11% wesentlich niedriger aus. 
  • Noch drastischer ist der Unterschied in der Auftrittsrate von Gesichtsröte. Dabei handelt es sich mit einem Wert von 19% um die zweithäufigste Nebenwirkung von Viagra. Dieser liegt für Cialis bei nur 3%.
  • Auch Magenverstimmungen, die letzte häufiger auftretende Nebenwirkung beider Präparate, treten seltener nach der Anwendung von Cialis auf. Der Unterschied ist in diesem Fall aber nur marginal (Viagra: 9%, Cialis: 8%).

Viagra oder Cialis – Unterschiede im Preis

Viagra und Cialis sind beide nicht gerade günstig, so viel steht fest. Wie viel genau Sie für das jeweilige Präparat zahlen, hängt natürlich auch damit zusammen, welche Dosierung und Packungsgröße Sie wählen.

Eine höhere Dosierung kostet natürlich mehr, während ein größerer Packungsinhalt den schlussendlichen Preis pro Tablette senkt. Die Preise vergleichen Sie am besten bei Online Apotheken mit zugelassenen Ärzten und EU-Sicherheitslogo – z. B. auf www.121doc.de, www.healthexpress.eu oder www.euroclinix.de.

Grob kann man sagen, dass Cialis mit 2 bis 3 € mehr pro Tablette zu Buche schlägt. Mit Generika können Sie hier in beiden Fällen eine ganze Menge Geld sparen.

Viagra oder Cialis? Das Fazit

Mit Viagra und Cialis verhält es sich ähnlich mit Yahoo und Google – obwohl Yahoo um einiges eher da war und das Konzept einer kommerziellen Suchmaschine etabliert hat, ist Google ohne Zweifel der moderne Status Quo.

Eben genau so war Viagra das erste verbreitete Potenzmittel, hat aber in der Praxis den Platz an der Spitze schon lange an Cialis abgeben müssen.

Viagra ist zwar wesentlich mehr Menschen ein geläufiger Begriff, Cialis aber das wesentlich häufiger verschriebene Produkt.

Der wichtigste Grund dafür sind eindeutig die wesentlich seltener auftretenden Nebenwirkungen des Präparats.

Das ist den meisten Anwendern den kleinen Aufpreis im Vergleich zu Viagra wert. Gerade unter Berücksichtigung der längeren Wirkungsdauer ist das nur ein schwaches Argument gegen Cialis. 

Tipp: Potenzmittel-Testpackung

Da Potenzmittel in der Praxis auf jeden etwas anders wirken, lohnt es sich, verschiedene Präparate auszuprobieren. Eine Möglichkeit dafür bietet die Potenzmittel-Testpackung von 121doc.

Diese beinhaltet nicht nur Viagra und Cialis, sondern auch noch eine Packung Levitra. Damit können Sie in aller Ruhe bei Ihnen zu Hause die geläufigsten Potenzmittel auf dem Markt testen und so die richtige Option für Ihre Bedürfnisse finden.

Johann Cremer

Johann Cremer

Hat die Initiative JDCR.EU gestartet

Johann Cremer ist Medizinjournalist und verantwortlich für Kontakte zu Ärzten und anderen Gesundheitsanbietern, Psychologen, Institutionen und Medien. E-Mail bei Nachrichten bitte an: [email protected]

Quellen und weitere Informationen